2010
12.31

Schneekehren kann 5000 Euro kosten“, so berichtet die örtliche Zeitung Echo online auf ihrer Webpräsenz. Dem Artikel zufolge hatte ein Darmstädter Ehepaar, Teil einer Hausgemeinschaft, öfters Nachts Schnee geräumt um zu vermeiden, daß dieser sich fest setzt und andere Mitbürger stürzen.

Nachbarn haben sich wohl beim Ordnungsamt beschwert. Zitat aus dem Artikel:

Das Amt erläuterte daraufhin in einem Schreiben, dass die Schnee- und Eisbeseitigung gemäß Straßenreinigungssatzung „in der Zeit von 7 bis 21 Uhr zu erfolgen“ hat. Nach immissionsschutzrechtlichen Vorschriften gelte von 22 bis 7 Uhr eine Ruhezeit. „In dieser Zeit sowie an Sonn- und Feiertagen gelten besonders strenge Lärmgrenzwerte und schon eine geringe Lärmerregung führt zur Annahme eines ruhestörenden Lärms“, heißt es in dem Brief.

Dem Hinweis, dass Verstöße mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden können, folgt die Mahnung, die Vorschriften zu beachten.

Daraus folgt, daß man sich als Anwohner in Darmstadt vor allem Gedanken machen muß, wie man seinen eigenen Schaden am besten begrenzt:

  • Schnee räumen außerhalb der erlaubten Zeiten Werktags zwischen 7 und 21 Uhr kann bis zu 5000 Euro kosten
  • Wer berufstätig ist und nach 7 Uhr schon auf dem Wer zur Arbeit oder auf der Arbeit sein muß, riskiert seine Anstellung oder eine saftige Strafe
  • Rutscht jemand auf Eis und Schnee aus und verletzt sich, drohen Schandensersatzforderungen vom Verletzten oder dessen Versicherung. Das gilt insbesondere am Wochenende, an dem ja auch “besonders strenge Lärmgrenzwerte” gelten.
  • Fazit:
    In Darmstadt ist Lärmschutz anscheinend wichtiger als der Schutz der Fußgänger vor gebrochenen Knochen!

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