2010
12.31

In den letzten Tagen häufen sich in Internetforen Berichte, nach denen Deutsche Bürger Einschreibebriefe aus Chine bekommen. Glaubt man dem Inhalt, hat man mehrere Millionen Euro in einer Lotterie gewonnen. Eine ausländische Lotterie, von der der Empfänger nie gehört hat und das trotz fernem Ausland mit Euro arbeitet? Das Schreiben erinnert an den typischen Vorschußbetrug, der in der Vergangenheit meist per eMail eingefädelt wurde.

Die Mitteilungen per eMail werden inzwischen mit sehr guter Quote von den Spamfiltern entsorgt und die meisten Internetnutzer wissen inzwischen, daß sich hinter solchen eMails Gaunerbanden verstecken, weshalb man nun wohl versucht neue Wege zu gehen um an Opfer zu kommen, die mit dem Internet nichts zu tun haben. Die Form des Einschreiben soll wohl die notwendige Wichtigkeit unterstreichen. Einschreiben aus China sind vergleichsweise billig zu haben.

Auch wenn in den Schreiben steht, daß alles kostenfrei abgewickelt werden soll, ist zu erwarten, daß man irgendwelche angeblichen Gebühren, Sicherheitsleistungen oder was auch immer vorab leisten soll um das Geld anschließend zu bekommen. Die Forderungen belaufen sich meist auf einen vierstelligen Euro-Betrag und wenn man sich darauf einläßt, sind weitere Forderungen zu erwarten. Der Geldtransfer soll meist per MoneyGram oder Western Union erfolgen, damit kann der Empfänger das Geld anonym entgegen nehmen.

Es gibt mehrere Varianten des Vorschußbetruges, die sicher auch bald per Briefpost folgen werden, wenn die Abwicklung per Briefpost erfolgversprechend verläuft:

  • Lotterie-Gewinne,
  • Erbschaften,
  • Partnerschaftsnbahnung (Romance-Scam),
  • Auto- oder Immobilienkäufe
  • etc.

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