2011
07.02

Vor gut einem Monat hatte ich hier über das Datenleck bei Neckermann berichtet. Gegenüber Neckermann hatte ich Auskunft gem. BDSG gefordert, insbesondere über die von mir gespeicherten Daten und deren Herkunft. Die gesetzte Frist hat Neckermann großzügig verstreichen lassen, auch die Antwort vom 27.06.2011 nach immerhin gut einem Monat ist wenig befriedigend.

In seinem Schreiben führt der Datenschutzbeauftragte von Neckermann aus, daß es sich um Gewinnspieldaten handelt und damit, daß ich mich dort angemeldet haben muß. Das entspricht ganz sicher nicht der Wahrheit!

Weiterhin wird behauptet, daß man die Daten nach dem Hackerangriff gelöscht haben will und deshalb die Eintragung nicht mehr nachvollzogen werden kann. Aus gleichem Grund könne man keine Auskunft der über mich gespeicherten Daten geben. Man sammelt also Daten, speichert diese auf einem im Internet verfügbaren Server und sonst nirgendwo, führt auch kein Backup des Servers durch und  löscht dann die Daten, weil ein Hacker den Server geknackt hat?

Einen solchen Umgang mit Daten kann sich kein großes Unternehmen leisten! Jeder Mensch, der etwas Ahnung von einer modernen IT hat, weiß, daß man Stammdaten regelmäßig sichert und nicht ausschließlich auf einem Internetserver speichert!

Für mich ist klar: Man behauptet die Datenlöschung um der Auskunftspflicht zu entgehen! Dieses Verfahren wird von Spamern und Adresßhändlern regelmäßig erfolgreich angewendet. Damit kommen sie bei den Landesdatenschutzbeauftragten in den meisten Fällen durch und haben keine Ordnungsgelder zu erwarten.

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