2013
01.02

Früher wurden Trojaner ausschließlich unspezifisch per Spam verteilt. Inzwischen hat sich herum gesprochen hat, daß man Anhänge aus eMails nicht öffnen sollte, insbesondere bei eMails aus unbekannter Herkunft. Bei  Mails von bekannten Personen macht man da gerne mal eine Ausnahme, weshalb die Kriminellen in den letzten Jahren dazu übergegangen sind die Opfer persönlich anzusprechen und auf Identitäten zu setzen, die dem Opfer einen Kontakt zu einem Bekannten vortäuschen.In einem ganz aktuellen Fall liegt mir eine Mail vor, in der der Absender einem Verteiler von ca. 80 Personen ein frohes neues Jahr wünscht. Im Anhang befand sich ein Link auf eine Datei, die einen Trojaner enthielt!

So weit nicht ungewöhnlich, es sei denn man kennt den Namen des angeblichen Absenders. In diesem Fall war es der Name eines Freundes, der einen Frühstückstreff organisiert und an dessen Mailverteiler diese Mail ging. Mehrere Empfänger haben diesen Anhang geöffnet, weil sie dachten die Mail wäre tatsächlich von ihm. Glücklicherweile wurde in den mir bekannten Fällen der Virenscanner aktiv und hat den Eindringling abhalten können. Wenige Stunden nach Versand der Mail wurde die Datei auf dem Server gelöscht, so daß keine Gefahr mehr von der Mail ausgeht.

Was lernen wir daraus?

Der Trend der personalisierten Ansprache der Opfer beim Internetbetrug wird sich fortsetzen. Vielleicht haben Sie in den vergangenen Jahren gehört, daß mehrfach Mail-Accountdaten inkl. Paßwort bei großen Mailprovidern abhanden gekommen sind? Auf diese Weise ist es möglich persönliche Details in Erfahrung zu bringen, die das Opfer glauben lassen man habe es tatsächlich mit der bekannten Person zu tun.

Etwas Vorsicht im Umgang mit eingehenden eMails ist also immer abgebracht! Am besten gewöhnt man sich an gar keine Anhänge zu versenden oder diese dem Empfänger persönlich anzukündigen.

 

 

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